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Über mich

Als ich Ende der achtziger Jahre meine Erzieherausbildung an den Nagel hängte und einen Quereinstieg ins Theater wagte, war mein eigentlicher Traum im Hinterkopf damals schon jener zu Schreiben. Früh musste ich feststellen, dass ich kein Naturtalent bin, und dass, um eines Tages gut zu Schreiben, ein langer Weg des Dazulernens und Selbstfindens für mich nötig ist. Trotzdem hatte "es mich gepackt" und trotz vieler frustrierender Rückschläge ("Das ist nicht wirklich gut, was ich schreibe.") konnte ich es nicht lassen.


Nach meinen Tätigkeiten als Hospitant und Regieassistent in den Theatern von Mannheim (Nationaltheater), Düsseldorf (Schauspielhaus) und Bad Hersfeld (Nordhessische Landesbühne, gib't die eigentlich noch?) bekam ich 1992 eine feste Anstellung als Regieassistent in Kaiserslautern. Meine ersten Regiearbeiten fielen in den Zeitraum der Geburt meiner beiden Kinder, und damit erwachte in mir der Zweifel, ob ich das Vagabundenleben der freien Regiearbeit überhaupt noch für erstrebenswert halte. Als sei es ein Wink des Schicksals wurde just in diesem Zeitraum eine Stelle als Inspizient an unserem Haus frei, und kurz- aber fest entschlossen wechselte ich auf diesen solideren Posten. Dahinter steckte vor allem die Absicht mehr Zeit zum Schreiben zu gewinnen. Und dieser Plan ging auf. Nach einigen Erfolgserlebnissen, (u.a. Veröffentlichungen von Gedichten in Anthologien, Nominierung meines Stückes "Gnadenstoß" für den 1. Autorenpreises 2007 des Sandkorntheaters Karlsruhe), bin ich nun endgültig überzeugt, dass ich mich mit meinen Arbeiten an die Öffentlichkeit wagen kann.

Da ich am Theater arbeite, liegt es natürlich nahe, das mein Hauptaugenmerk auf dem Schreiben von Theaterstücken liegt. Und Inspizient ist dafür ein idealer Hauptnebenberuf. Man ist mittendrin im Schauspielgeschehen, ohne die Exsistenzängste der Schauspieler oder Regisseure teilen zu müssen. Man kann die künstlerischen Prozesse und die Interaktionen im Ensemble in Ruhe beobachten und fühlt sich trotzdem dazu gehörig. Ohne meine Arbeit, würde ich meine Stücke nicht so hinbekommen, wie sie sind. Und natürlich nicht ohne die vielen Kollegen, die mich immer unterstützt und ermutigt haben weiter zu machen - auch wenn ich zuweilen selbst nicht mehr an meine Begabung geglaubt habe. Solche Kollegen sind ein Privileg.


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Kaiserslautern